RUN #44: Fördert Alkohol die Kreativität?

Der Kreativitätsforscher Dr. Martin Meinel im RUN Podcast

In Folge Nummer 44 des RUN Podcast dreht sich alles um das Thema Kreativität. Und dafür hat sich Alban den perfekten Gast eingeladen: Dr. Martin Meinel ist nämlich nicht nur selber ein kreativer Kopf, sondern ist tatsächlich auch ein Doktor der Kreativität. 2018 hat er an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg seine Doktorarbeit im Bereich „Organizational Creativity“ geschrieben. In der Podcast-Folge spricht Martin aber nicht nur über seine Forschung.

Macht Alkohol kreativ?

Tatsächlich führt Martin quasi ein Doppelleben. Während er unter der Woche von „9 to 5“ im Bereich Research & Innovation bei Schaeffler in Herzogenaurach beschäftigt ist, hat Martin auch das StartUp „EUREKA“ gegründet. Das junge Team aus Nürnberg hat im Januar eine Weinschorle auf den Markt gebracht, die kreativ machen soll. Grundsätzlich würde Alkohol – und das ist wissenschaftlich bewiesen – ohnehin die Kreativität fördern, weil es bei den Menschen die Barriere abbaut, ihre Idee zu präsentieren. Natürlich aber nur in Maßen, versteht sich.

Abgewöhnte Kreativität

Dass viele in ihrer Kreativität gehemmt sind, führt Martin bis hin zur Schulzeit zurück. Das strikte Vorgeben eines einzigen Lösungswegs sei alles andere als kreativ. Man muss den Kindern die Möglichkeit geben durch verschiede Lösungswege ans Ergebnis zu kommen. Tatsächlich würden Kinder sogar für Kreativität bestraft, denn ein anderer Lösungsansatz wird von den meisten Lehrern mit 0 Punkten bewertet.

Konzern vs. StartUp

Dadurch, dass Martin sowohl die Konzern- als auch die StartUp-Welt jeden Tag hautnah miterlebt, spricht er mit Alban auch über die Mindset-Unterschiede. Natürlich könne man sich grundsätzlich als Großkonzern nicht wie ein StartUp verhalten. Allerdings gibt es für Martin doch einpaar Dinge, die sich „die Großen“ vom StartUp abgucken können, wie zum Beispiel die kurzen Entscheidungswege. Es wäre schön, wenn man nicht jede Entscheidung bis in die höchste Managementebene weitergibt, sondern auch den Mitarbeitern zutraut, Entscheidungen zu treffen. Auch die Eigenschaft, Prozesse zu hinterfragen und sich schneller neu zu erfinden, hätten die jungen StartUps den Konzernen voraus.

 


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