RUN #50: Ein Besuch im Bürgermeisterzimmer bei Marcus König

Oberbürgermeister Marcus König im RUN Podcast

Vor knapp einem Jahr entstand die Idee des RUN Podcast. Ein Podcast für die Metropolregion, der gleichzeitig eine Plattform für regionale Persönlichkeiten bieten soll. Für mehr Transparenz, aber auch Einblicke „hinter die Kulissen“. Genau 49 Folgen später feiern wir heute sozusagen ein kleines Jubiläum – RUN #50. Hierfür hat sich Alban Imeri, Host des RUN Podcast, ins Nürnberger Rathaus begeben, um im „Bürgermeisterzimmer“ mit Nürnbergs OB Marcus König zu sprechen.

Internatskind und Tierfreund

Zahlen, Daten und Fakten über die politische Karriere von Marcus König gibt es im Netz zur Genüge. Deswegen dreht sich im Intro dieser Folge alles um den Mensch Marcus König. Angefangen bei seiner Schulzeit, die er zu einem Großteil im „Knabeninternat“ St. Paul in Nürnberg verbracht hat. Er selber behält die Zeit im Internat sehr positiv in Erinnerung. „Wir haben viel Spaß gehabt“, schmunzelt er.

Mindestens genau so viel Spaß bereitet ihm der Umgang mit Tieren. Sein ehrenamtliches Engagement für das Nürnberger Tierheim sei aber eher zufällig zustande gekommen. Mit 21 Jahren wurde er beim Gassi gehen angesprochen, ob er sich denn nicht als Mitglied des Tierheims etwas mehr einbringen möchte. So trat er nach seiner anfänglichen Tätigkeit als Schriftführer nach zwei Jahren den Posten des geschäftsführenden Vorstandes an.

Eine neue Ära

Natürlich seien das große Fußstapfen, in die er nun hineintritt. Schließlich hat Marcus König im letzten Jahr Dr. Ulrich Maly nach seiner 18-jährigen Amtszeit abgelöst. Eine Zeit, die auch Marcus König selbst als erfolgreich beschreibt. Dass auch die „Ära König“ erfolgreich sein wird, daran bestehen derzeit keine Zweifel. Vor allem auch aufgrund des Teams rund um den Nürnberger Oberbürgermeister, dessen gute Arbeit besondere Erwähnung findet.

Aber war der Amtsantritt während einer Pandemie der „denkbar ungünstigste Zeitpunkt“, um Oberbürgermeister zu werden? Der Einstieg war für ihn natürlich kein Leichter. Die Corona-Pandemie sei „seit dem 2.Weltkrieg für unsere Stadt der größte und schlimmste Einschnitt“. Aber auch hier bewahrt sich Marcus König eine gesunde Portion Positivität, denn auch wenn die Situation derzeit schwierig sei, wachse er mit der einhergehenden Verantwortung.

Jubiläumsfolge: RUN Podcast #50 mit Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König

Wie sieht die Arbeitswoche des OB aus?

Dass das Oberbürgermeister-Dasein kein 9-to-5 Job ist, dürfte den meisten klar sein. Aber wann macht der OB denn nun Feierabend? Kurz und knapp: Eigentlich nie. Als Oberbürgermeister muss Marcus stets ansprechbar sein. Auch am Wochenende, wie zum Beispiel bei der „Karstadt-Rettung“ letztes Jahr, bei der die Präsenz von Marcus König gefragt war. Auf der anderen Seite ist er aber auch Familienmensch, der sich gerne auch mal hin und wieder einen halben Tag blockt, um beispielsweise wertvolle Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, denn „Familienzeit ist Prime Time“.

Social Media: The Good, The Bad & The Ugly

Eines zeichnet Marcus König besonders aus: Die offene Kommunikation mit den Menschen der Stadt Nürnberg. Deshalb gehören auch soziale Medien, wie Instagram oder Facebook, zu einem der Hauptsprachrohre des Oberbürgermeisters. Er freut sich darüber, dass viele Menschen auf digitalem Wege den Austausch mit ihm suchen. So kann er „trotz Lockdown bei den Menschen sein“. (Fun Fact: Mit derzeit 7925 Followern hat Marcus König unter allen bayerischen OberbürgermeisterInnen die meisten Abonennten auf Instagram)

Doch wie es bei sozialen Medien nunmal so ist, bestehen die Social Media-Meldungen über ihn nicht nur aus konstruktiver Kritik. Vor allem in dieser schwierigen Zeit kommt es schon öfter vor, dass der Nürnberger OB auch mal Nachrichten „unterhalb der Gürtellinie“ erhält. Es gibt Kritik, die nimmt man auf, und es gibt Kritik, die muss man einfach ignorieren, so König.

„Sportstadt“ Nürnberg?

Beim Thema Fußball gibt es für ihn keine zwei Meinungen. Als gebürtiger Nürnberger kann man nur „Glubberer“ sein. Mittlerweile ist er auch offizielles Mitglied des Vereins. Auf die Frage, ob Nürnberg trotz des aktuellen „Abwärtstrends“ der großen Nürnberger Vereine der Bezeichnung „Sportstadt“ gerecht wird, verweist er auf andere Sportarten, in denen derzeit große sportliche Erfolge gefeiert werden. Ob Taekwondo oder Hockey – manchmal müsse man eben nicht nur auf Fußball und Basketball schauen.

 


 

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